66. Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften am 16./17. Februar in Leipzig

Dank der kompetenten Unterstützung ihres Physios Helmut Mosscheik konnte Klaudia Kaczmarek bei der Hallen-DM an den Start gehen.
Dank der kompetenten Unterstützung ihres Physios Helmut Mosscheik konnte Klaudia Kaczmarek bei der Hallen-DM an den Start gehen.

 

Trotz Verletzung

auf Rang vier

 

Mit einem vierten Platz im Dreisprung (13,35m) und einem achten Platz im Weitsprung (6,02m) kehrte Klaudia Kaczmarek vom LAZ Rhede von den 66. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig zurück. Selbst auf der Rückfahrt wussten Kaczmareks Trainer Jürgen Palm und Physiotherapeut Helmut Moscheik nicht so recht, wie sie die Ergebnisse bewerten sollten, denn seit dem Abschlusstraining am vergangenen Mittwoch hingen die Chancen auf ihre 35. DM am seidenen Faden.

 

„Bei der Laufkoordination spürte Klaudia plötzlich einen Schmerz im linken Oberschenkel, sodass sie sofort das Training abbrechen musste“, erläutert Palm den Schreck beim Abschlusstraining. Bei einer Schnellanaylse durch den ehemaligen DLV-Masseur Helmut Moscheik konnte ein Faserriss zwar ausgeschlossen werden, sodass etwas Hoffnung aufkeimte. Aber die Zeit für ein Ausheilen der Verletzung schien zu knapp: „Ohne Helmut hätte ich nicht starten können. Er hat mir das Vertrauen gegeben, dass alles hält“, bedankt sich Klaudia Kaczmarek bei Moscheik.

Nach fünf Behandlungen in drei Tagen stand Kaczmarek am Samstag um 14:05 Uhr dann tatsächlich am Ablauf zu ihrem Dreisprungversuch. Obwohl dieser übergetreten war, sorgte er für etwas Entspannung bei ihrem Trainer Jürgen Palm, denn er hatte kein Humpeln mehr im Anlauf erkennen können. Gleich im zweiten Durchgang legte Kaczmarek dann 13,21 Meter vor und setzte sich damit an die dritte Position. Gold und Silber waren da schon an die neue deutsche Rekordhalterin Kirstin Gierisch (Chemnitz/14,11m später noch 14,38m) und die vielfache Deutsche Meisterin Jenny Elbe (Dresden/13,76m) vergeben.

  

Den ersten Konter von Maria Purtsa (Chemnitz), die 13,22 Meter weit sprang, konnte Kaczmarek dann im fünften Druchgang mit starken 13,35 Metern kontern. Doch im letzten Versuch traf Purtsa das Brett perfekt und steigerte ihre persönliche Hallenbestweite auf 13,46 Meter und schnappte sich Bronze. Mit vier Sprüngen über 13 Meter blieb für Kaczmarek bei ihrer achten Hallen-DM in Folge der vierte Platz. „Es wäre gelogen, wenn wir da nicht im ersten Moment enttäuscht gewesen wären, aber so wie es gelaufen ist, kann ich nur stolz sein auf die Haltung und Leistung von Klaudia, die wieder einmal auf den Punkt in Form war“, zollt Palm seiner Athletin großen Respekt. Das Weitsprungergebnis am zweiten Wettkampf geriet dann fast zur Nebensache, denn der Dreisprung und die Unsicherheit hatten viel Kraft gekostet. Immerhin erreichte Kaczmarek mit ihrem weitesten Sprung auf 6,02 Metern den Endkampf, den sie als Achte abschloss und ihre Serie von Endkampfplatzierungen bei Deutschen Meisterschaften auf die beachtliche Zahl von 28 verlängerte.

  

Nach fünf Stunden Fahrt von Leipzig nach Rhede, wurden dann schon die Planungen für den Sommer gemacht, wo bei der hoffentlich 36. DM-Teilnahme im Berliner Olympiastadion eine neue Bestleistung gelingen soll. Bis dahin steht nach der vollständigen Regeneration jedoch noch eine Vielzahl von Trainingseinheiten auf dem Programm.

  

Ergebnisse